Die Reise unserer Konsumgüter Going global – Die Bekleidungsindustrie

Einführung

Sachinformation und didaktische Perspektive

Der Großteil unserer Kleidung und unserer Schuhe wird in Asien, Lateinamerika, Afrika und Osteuropa produziert. Die Produktion wird vor allem deshalb ausgelagert, weil Arbeitskräfte in anderen Regionen der Welt viel billiger sind und Gewerkschaften wenig Einfluss haben. Dies hat zur Folge, dass bei der Herstellung unserer Kleidung täglich grundlegende Menschen- und Arbeitsrechte verletzt werden. Um die Zusammenhänge rund um das eigene Konsumverhalten, die globale Wirtschaft und die schlechten Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken verstehen und reflektieren zu können, müssen Schüler und Schülerinnen multiperspektivisch an das komplexe Thema herangeführt werden. Das vorliegende Modul soll Lehrer und Lehrerinnen fächerübergreifend bei der Integration dieser Problemstellung in die Unterrichtspraxis unterstützen. Dem Ansatz der SchülerInnenorientierung folgend ist die Lebens- und Erfahrungswelt der Lernenden Ausgangspunkt des Lernprozesses.

Erwartete Kompetenzen

Kompetenzen
Perspektivenwechsel, Umgang mit Komplexität, Diversität verstehen, lokale und globale Kontexte verbinden;
Lehrplanbezug
politische Urteilskompetenz, politische Handlungskompetenz, Wirtschaft, Globalisierung, Vielfalt;
  • Play
  • Empfohlenes Alter
    13-16
  • Zeitrahmen
    4 x 45 Min.
  • Benötigte Materialien
    Tafel/Flipchart; Knöpfe; Würfel; Lernkarten; Smartphones/Computer mit Internetzugang für die Schülerinnen und Schüler; Befestigungsmaterial (Magneten/Klebeband/Pinnadeln); Moderationskarten; Nähnadeln; Moderationskarten; Farbiges Din A4 Papier; Stifte; Computer mit Internetzugang und Projektor; Handys oder andere Aufnahmegeräte; Schreibmaterialien (wenn nötig); Whiteboard; Wollfäden und Stoffstreifen; Computerarbeitsstationen oder mobile Terminals; Weltkarte;
  • Beschreibung
    T-Shirt, Jeans und mehr – unser Kleiderschrank nimmt uns mit auf eine Reise in die globale Bekleidungsindustrie. Sonnen- und Schattenseiten inklusive.
  • Fach / Themenfeld
    Biologie Kommunikation Kosmopolitanismus Dialog Diversität Englisch Ethik/Religion Geografie Geschichte IT Sprache Medienerziehung Politik Zeichen Sozialkunde/Gesellschaftslehre soziales Lernen Symbole

Ablaufplan

Abbreviations:

  • A = Aktivität
  • D = Diskussion
  • GA = Gruppenarbeit
  • HA = Hausaufgabe
  • PA = Partnerarbeit
  • VL = Vorbereitung (Lehrkraft)
  • = Schüleräußerungen
  • SP = Schülerpräsentation
  • LV = Lehrervortrag

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Als Einführung beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit Produkten aus ihrem eigenen Alltag, um zu erkennen, dass auch sie Weltbürgerinnen und Weltbürger sind.

Phase Inhalt Sozialform Medien, Material

Einführung
(15 Min.)

Globalisierungsbingo

Als Einstieg spielen die Schülerinnen und Schüler Globalisierungsbingo. Dabei erkennen und reflektieren sie über globale Zusammenhänge und deren Einfluss auf ihr eigenes Leben.

Lernziele
  • Die Schülerinnen und Schüler können globale Zusammenhänge und deren Einfluss auf die eigene Lebensrealität erkennen, reflektieren und diskutieren.
Vorbereitung
  • pro Schülerin/Schüler 1 Kopie des Arbeitsblatts „Globalisierungsbingo“ (M1)
  • ggf. pro Schülerin/Schüler 1 Stift
Einstieg
  • Schritt 1 Teilen Sie den Schülerinnen und Schüler das Arbeitsblatt „Globalisierungsbingo“ und ggf. Stifte aus und erklären Sie die Spielregeln: Die Schülerinnen und Schüler bewegen sich im Raum und stellen einander Fragen (siehe Arbeitsblatt „Globalisierungsbingo“). Beantwortet eine Person die Frage mit „Ja“, unterschreibt sie im entsprechenden Feld. Die Person, die mindestens neun (verschiedene) Unterschriften in neun (verschiedenen) Feldern gesammelt hat, ruft „BINGO“.
  • Schritt 2 Nachdem die meisten Schülerinnen und Schüler „BINGO“ gerufen haben, bilden Sie zur Reflexion einen Sitzkreis. Fragen Sie z.B.:
    • Hat euch die Übung gefallen?
    • War die Übung für euch einfach/schwierig?
    • Habt ihr etwas Neues gelernt? Wenn ja, was? Wenn nein, warum nicht?
    • Habt ihr etwas Interessantes über die Anderen erfahren?
    • Was war die häufigste, was die seltenste bejahte Aussage?
    • Seid ihr überrascht, wie viele Dinge eures Lebens mit Globalisierung zu tun haben?
  • A
M1
Arbeitsblatt Globalisierungsbingo
Zusatzmaterial
  • Schreibmaterialien (wenn nötig)

Hauptteil und Diskussion
(30 Min.)

Wer nähte eigentlich mein T-Shirt?

Anhand von Legekärtchen setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Komplexität der internationalen Arbeitsteilung und deren Akteuren auseinander und erfassen, welcher Akteur wie viel an einem Kleidungsstück verdient.

Lernziele
  • Die Schülerinnen und Schüler können den globalisierten Produktionsprozess von Bekleidung beschreiben, die Stakeholder den einzelnen Produktionsschritten zuordnen und daraus deren Anteil am Gewinn ableiten.
Vorbereitung
  • jeweils 1 Ausdruck der Fotos „Globale Produkte“, Kärtchen „Produktionsschritte & -länder“ und „Stakeholder“ sowie des Infoblatts „Preisaufschlüsselung T-Shirt“
  • Weltkarte
  • Befestigungsmaterial (Magnete/Klebestreifen/Pinnnadeln)
Einstieg
  • Schritt 1

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler raten, in welchem Land oder in welcher Region die meiste(n)

    • Baumwolle (China)
    • Bananen (Indien)
    • Fußbälle (Pakistan)
    • Kakaobohnen (Côte d’Ivoire)
    • Kaffeebohnen (Brasilien)
    • Lederartikel (Indien)

    produziert werden. Markieren Sie diese mithilfe der Bilder (M2) und Befestigungsmaterial auf der Weltkarte.

  • Schritt 2 Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler am Etikett eines ihrer Kleidungsstücke, das sie gerade tragen, nachzusehen, wo dieses hergestellt wurde (Made in xy). Heften sie für jede Nennung einen Magneten o.Ä. auf die Weltkarte.
  • Schritt 3

    Weisen Sie die SuS auf das Foto von der Baumwolle (Fotos „Globale Produkte“, M2) hin und fragen Sie sie, ob sie sich vorstellen können, wie aus dieser Faser ein T-Shirt entsteht. Befestigen Sie die Kärtchen „Produktionsschritte & -länder“ (M2) in beliebiger Reihenfolge an der Tafel bzw. legen Sie diese am Boden auf

    Die Schülerinnen und Schüler haben die Aufgabe, diese in die richtige Reihenfolge zu bringen. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Länder, in denen die einzelnen Produktionsschritte stattfinden, auf der Weltkarte suchen. Sie können Wolle oder einen Faden verwenden, um den Weg von der ersten zur letzten Station zu veranschaulichen. Erwähnen Sie einige in der Probleme der Produktion: Umweltprobleme durch Baumwollanbau, Verletzungen der Rechte der ArbeitnehmerInnen in den Fabriken, Wettbewerb unter Konzernen uvm.

  • Schritt 4 Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler den einzelnen Schritten der Produktionskette die wichtigsten Stakeholdern (Kärtchen „Stakeholder“, M2) zuordnen. Erklären Sie, was ein Stakeholder ist (Infobox „Stakeholder“, M2). Einige der Schritte beziehen sich nur auf einzelne Stakeholder, andere betreffen mehr als eine Interessensgruppe. Besprechen Sie, welche Wünsche und Ziele die unterschiedlichen Stakeholder haben könnten. Welche Wünsche und Ziele sind vereinbar? Welche konkurrieren?
  • Schritt 5 Zeichnen Sie nach dem Vorbild des Infoblatts „Preisaufschlüsselung T-Shirt“ eine leere Tabelle (ohne Zahlen) auf die Tafel. Die Schülerinnen und Schüler schätzen, welcher Anteil am Verkaufspreis eines T-Shirts um 29 EUR welchen Interessensgruppen zufällt. Stellen Sie danach die Tabelle richtig. Stellen Sie zur Reflexion z.B. folgende Fragen:
    • Habt ihr das erwartet?
    • Ist das eine faire Aufteilung
    • Was könnten die Gründe dafür sein
  • D
  • LV
  • A
M2
Bilder Globale Produkte
M3
Kartenpuzzle Produktionsschritte & -länder
M4
Kartenpuzzle "Stakeholder"
M5
Infoblatt „Preisaufschlüsselung T-Shirt“
Zusatzmaterial
  • Weltkarte
  • Befestigungsmaterial (Magneten/Klebeband/Pinnadeln)

Wie, wo und von wem wird Bekleidung hergestellt? In diesem Brettspiel geht es um das spielerische Erfassen der vielen Arbeitsschritte rund um den Globus.

Phase Inhalt Sozialform Medien, Material

Einführung
(10 Min.)

Durch die Welt der Bekleidung

Lernziele
  • Die Schülerinnen und Schüler können vorgegebene Informationen analysieren , die ökologischen und sozialen Herausforderungen der globalen Bekleidungsindustrie herausarbeiten und Dritten erklären.
Vorbereitung
  • pro Gruppe 1 Kopie Infoheft „Reiseleitung“ und Infoblatt „Einladung Reise"
  • pro Gruppe 1 Kopie „Spielkärtchen“ auf farbigem Papier und „Spielplan"
  • Vorbereitung des Klassenraums für ungestörtes Spielen in Kleingruppen
Einstieg
  • Bilden sie Gruppen zu je max. 5 Schülerinnen und Schüler. Ein Gruppenmitglied schlüpft in die Rolle der Reiseleitung, die anderen in die der JournalistInnen. Teilen Sie den Gruppen das Infoblatt „Einladung Reise“ (M3) aus und erklären Sie den SuS die Spielregeln (siehe Infoheft Reiseleitung, M3). Ziel des Spiels ist es, dass die Schülerinnen und Schüler möglichst viele Infos sammeln, um danach als Gruppe von JournalistInnen die interessierte Öffentlichkeit über die Herausforderungen der globalen Bekleidungsindustrie zu informieren.

    Mögliche Formate sind:

    • Planen einer Podiumsdiskussion
    • Schreiben eines Artikels
    • Verfassen einer Einladung zu einer Pressekonferenz
    • Erstellen einer Pressemappe
    • Schreiben eines Konzepts für eine Fernsehdokumentation

  • LV
M6
Infoblatt Reiseleitung
M7
Infoblatt „Einladung Reise“
M8
Kartenpuzzle
M9
Spielfeld
Zusatzmaterial
  • Farbiges Din A4 Papier
  • Wollfäden und Stoffstreifen
  • Schreibmaterialien (wenn nötig)
  • Nähnadeln

Hauptteil
(40 Min.)

  • Die Schülerinnen und Schüler spielen unter Anleitung der Reiseleitung das Spiel selbstständig. Falls notwendig, unterstützen Sie die Reiseleitung.
  • A

Hausaufgabe (optional)
(50 Min.)

  • Die Schülerinnen und Schüler stellen ihren Auftrag (siehe „Mögliche Formate“ unter Schritt 1) als Hausübung fertig.
  • HA

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Menschen- und Arbeitsrechten in der Bekleidungsindustrie auseinandersetzen und reflektieren über ihre persönlichen beruflichen Wünsche und Ziele.

Phase Inhalt Sozialform Medien, Material

Einführung
(15 Min.)

Menschenwürdige Arbeitsbedingungen

Arbeitsrecht? Was ist das und was hat das mit mir und NäherInnen in Asien zu tun? Das ist nur eine der Fragen, welche die Schülerinnen und Schüler zu Arbeitsrechten beantworten werden.

Lernziele
  • Arbeitsrecht? Was ist das und was hat das mit mir und NäherInnen in Asien zu tun? Das ist nur eine der Fragen, welche die Schülerinnen und Schüler zu Arbeitsrechten beantworten werden.
Vorbereitung
  • 1 Kopie der Kärtchen „Arbeitsrechte“ (M4)
  • pro Schülerin/Schüler 1 Kopie des Infoblatts „Rechte am Arbeitsplatz“ (M4)
  • Befestigungsmaterial (Magnete/Klebestreifen/Pinnnadeln)
Einstieg
  • Schritt 1 Bilden Sie einen Sitzkreis und fragen Sie die Schülerinnen und Schüler z.B.:
    • Hat jemand von euch schon einmal gearbeitet (in den Ferien, zu Hause am Bauernhof/Gasthaus) oder würde jemand von euch gerne arbeiten?
    • Unter welchen Bedingungen würdet ihr gerne arbeiten?
    • Für wen und mit wem würdet ihr gerne arbeiten?
  • Schritt 2 Erklären Sie den Schülerinnen und Schüler, dass sie als ArbeitnehmerInnen einige grundlegende Rechte haben, deren Achtung sie erwarten sollen. Präsentieren Sie die sechs Rechte auf den Kärtchen „Arbeitsrechte“ (M4). Teilen Sie das Infoblatt „Rechte am Arbeitsplatz“ aus und lassen Sie die Schülerinnen und Schüler diese vorlesen. Befestigen Sie währenddessen die Kärtchen „Arbeitsrechte“ im Raum verteilt. Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler danach, sich zu dem Kärtchen zu stellen, auf der das ihrer Meinung nach wichtigste Recht steht.
    • Welches Recht ist eurer Meinung nach am wichtigsten und warum?
    • Fehlen bestimmte Rechte oder hat euch etwas überrascht?
    • Warum glaubt ihr, sind Rechte am Arbeitsplatz wichtig?
  • Schritt 3 Erklären Sie den Schülerinnen und Schüler, dass sie sich zu einem anderen Kärtchen stellen dürfen, falls sie während der Diskussion ihre Meinung ändern. Fragen Sie sie ggf., warum sie ihre Meinung geändert haben. Wenn alle Schülerinnen und Schüler sich endgültig für ein Kärtchen entschieden haben, betonen Sie, dass es keine richtigen oder falschen Antworten gibt, da alle Rechte gleich wichtig sind. Weisen Sie die Gruppe darauf hin, dass ArbeitnehmerInnen in vielen Ländern ihre Rechte verwehrt werden. Ein Beispiel dafür lernen sie in der Übung „Kalpona Akter – eine Lebensgeschichte aus Bangladesch“ kennen.
  • LV
M10
Kartenpuzzle „Arbeitsrechte“
M11
Infoblatt „Rechte am Arbeitsplatz“
Zusatzmaterial
  • Befestigungsmaterial (Magneten/Klebeband/Pinnadeln)

Diskussion
(30 Min.)

Kalpona Akter – eine Lebensgeschichte aus Bangladesch

Die persönliche Lebensrealität einer Näherin in Bangladesch und Originaltexte des internationalen Arbeitsrechts: die Schülerinnen und Schüler bekommen das Werkzeug, um ihre Verbesserungswünsche niederzuschreiben.

Lernziele
  • Die Schülerinnen und Schüler können die Lebensrealität einer Näherin in Asien charakterisieren, Originaltexte zu internationalen Arbeitsrechten nennen und daraus ihre Verbesserungswünsche ableiten.
Vorbereitung
  • Computer mit Internetzugang und Beamer zum Zeigen des Videos: „You can savely invest in Bangladesh“ (9:25 Min),
  • 1 Kopie des Infoblatts „Internationale Arbeitsrechte“ (M4)
  • Moderationskärtchen
Einstieg
  • Schritt 1 Zeigen Sie das Video „You can savely invest in Bangladesh"
  • Schritt 2 Lassen Sie den Schülerinnen und Schüler ein kurzes Feedback zum Film geben:
    • Wie hat euch der Film gefallen?
    • Wie fühlt ihr euch jetzt?
    • Was habt ihr von diesem Film gelernt?
  • Schritt 3

    Erklären Sie den Schülerinnen und Schüler, dass es zum Schutz von ArbeitnehmerInnen umfangreiche internationale Normen und Regeln gibt, die in den meisten Ländern in nationalen Gesetzen verankert wurden (siehe Infoblatt „Internationale Arbeitsrechte“). Zwei Beispiele dafür sind:

    • Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
    • Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation (IAO), eine Sonderorganisation der UNO

    Diskutieren Sie mit den Schülerinnen und Schüler über Arbeitsrechte in Theorie und Praxis. Als Input können Sie Teile aus dem Infoblatt „Internationale Arbeitsrechte“ (M4) vorlesen (lassen).

  • Schritt 4

    Als Reflexion lassen Sie die Schülerinnen und Schüler auf Moderationskärtchen folgenden Satz ergänzen:

    • "Ich wünsche mir für Kalpona und für alle Arbeiterinnen in der Textilbranche, dass….“

    Ggf. gestalten Sie mit den Wünschen der SuS einen Wunschbaum für Kalpona.

  • LV
  • D
M12
Infoblatt Internationale Arbeitsrechte
Zusatzmaterial
  • Smartphones/Computer mit Internetzugang für die Schülerinnen und Schüler
  • Moderationskarten

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihrer Eigenverantwortung als Weltbürgerinnen und Weltbürger auseinander und lernen Handlungsalternativen kennen.

Phase Inhalt Sozialform Medien, Material

Einführung
(15 Min.)

Modetest

Mit dem Modetest setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrem eigenen Konsumverhalten auseinander und erkennen, dass jede/r Modetyp bewusst konsumieren kann – ganz ohne erhobenen Zeigefinger.

Lernziele
  • Die Schülerinnen und Schüler können ihr eigenes Konsumverhalten bestimmen, mit anderen vergleichen und auf soziale und ökologische Aspekte hin überprüfen.
Vorbereitung
  • pro Schülerin/Schüler 1 Kopie des Arbeitsblatts „Modetest“
Einstieg
  • Schritt 1 Teilen Sie den Schülerinnen und Schüler das Arbeitsblatt „Modetest“ aus und lassen Sie die Schülerinnen und Schüler dieses eigenständig ausfüllen und auswerten. Falls notwendig, helfen Sie bei der Auswertung.
  • Schritt 2 Halten Sie an der Tafel fest, wie viele der Schülerinnen und Schüler welcher „Modetyp“ sind.
  • Schritt 3 Fragen Sie die Schülerinnen und Schüler, ob sie sich mit diesem Modetyp identifizieren können (warum/nicht) und was Ihnen an den Konsumtypen auffällt – die Schülerinnen und Schüler können positive und negative Aspekte nennen. Betonen Sie, dass kein Modetyp besser oder schlechter ist als die anderen und dass alle auf ihre Art bewusst konsumieren können.
  • A
  • LV
M13
Arbeitsblatt "Modetest"

Hauptteil und Diskussion
(30 Min.)

Handlungsalternativen

Von der Politik bis zu mir als KonsumentIn, alle können zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen beitragen. Wie, das erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in dieser Gruppenarbeit.

Lernziele
  • Die Schülerinnen und Schüler können die Einflussmöglichkeiten der verschiedenen Stakeholder wiedergeben , konkrete Handlungsalternativen erarbeiten und diese begründen.
Vorbereitung
  • 1 Kopie des Infoblatts „Handlungsalternativen"
  • Vorbereitung der Tafel nach folgender Vorlage:
    • Politik
    • Markenfirma
    • KonsumentIn
    • Arbeitsrechtsorganisation/NGO
Einstieg
  • Schritt 1 Bilden Sie vier Gruppen. Teilen Sie jeder Gruppe eines der Kärtchen des Infoblatts „Handlungsalternativen“ zu.
  • Schritt 2 Jede Gruppe liest ihr Kärtchen und arbeitet mindestens zwei konkrete Ideen aus, wie der jeweilige Stakeholder die Arbeitsbedingungen in der Produktionskette verbessern kann.
  • Schritt 3 Die Schülerinnen und Schüler präsentieren kurz ihre Ideen im Plenum. Sammeln Sie die Ideen an der Tafel.
  • Schritt 4 Diskutieren Sie die Ideen im Plenum. Wichtig ist, dass jeder Vorschlag ernst genommen wird. Vervollständigen Sie ggf. die Handlungsalternativen.
  • Schritt 5 Schließen Sie das Modul mit einer Gesamtreflexion ab. Konzentrieren Sie sich dabei auf die persönliche Ebene der SuS und die Handlungsalternativen der KonsumentInnen.
  • SP
  • D
M14
Infoblatt Handlungsalternativen