Nachhaltiger Konsum Ernährung in einer globalisierten Welt

Einführung

Sachinformation und didaktische Perspektive

Nur wenige Themen machen die Teilung unserer Welt so deutlich wie das Thema Ernährung: Während rund 800 Millionen Menschen an Hunger leiden, werden in den Industrieländern mehr Nahrungsmittel verschwendet als jemals zuvor. Die UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) umfassen unter anderem ein Ende des Hungers, das Erreichen von Ernährungssicherheit und eine verbesserte Ernährungsweise, sowie die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft. Das vorliegende Modul soll Lehrer und Lehrerinnen fächerübergreifend bei der Integration von globalen Perspektiven und partizipativen Methoden zum Thema Ernährung, in ihrer täglichen Unterrichtspraxis unterstützen. Dem Ansatz der SchülerInnenorientierung folgend ist die Lebens- und Erfahrungswelt der Lernenden Ausgangspunkt des Lernprozesses.

Erwartete Kompetenzen

Kompetenzen
Perspektivenwechsel, Umgang mit Komplexität, Diversität verstehen, lokale und globale Kontexte verbinden
Lehrplanbezug
politische Urteilskompetenz, politische Handlungskompetenz, Wirtschaft, Globalisierung, Vielfalt
  • Play
  • Empfohlenes Alter
    13-16
  • Zeitrahmen
    4 x 45 Min.
  • Benötigte Materialien
    Tafel/Flipchart; Knöpfe; Würfel; Lernkarten; Smartphones/Computer mit Internetzugang für die Schülerinnen und Schüler; Befestigungsmaterial (Magneten/Klebeband/Pinnadeln); Moderationskarten; Nähnadeln; Moderationskarten; Farbiges Din A4 Papier; Stifte; Computer mit Internetzugang und Projektor; Handys oder andere Aufnahmegeräte; Schreibmaterialien (wenn nötig); Whiteboard; Wollfäden und Stoffstreifen; Computerarbeitsstationen oder mobile Terminals; Weltkarte;
  • Beschreibung
    Der Themenkomplex Ernährung umfasst entwicklungspolitische Fragestellungen rund um Arbeit, Verantwortung, Umwelt und globale Ressourcennutzung.
  • Fach / Themenfeld
    Biologie Kommunikation Kosmopolitanismus Dialog Diversität Englisch Ethik/Religion Geografie Geschichte IT Sprache Medienerziehung Politik Zeichen Sozialkunde/Gesellschaftslehre soziales Lernen Symbole

Ablaufplan

Abbreviations:

  • A = Aktivität
  • D = Diskussion
  • GA = Gruppenarbeit
  • HA = Hausaufgabe
  • PA = Partnerarbeit
  • VL = Vorbereitung (Lehrkraft)
  • = Schüleräußerungen
  • SP = Schülerpräsentation
  • LV = Lehrervortrag

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Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit verschiedenen Fischfangmethoden und deren Auswirkungen auf die Umwelt, sowie auf die Lebenssituation der FischerInnen. Es werden nachhaltige Fischfangmethoden thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre eigenen Empfindungen in diesem Zusammenhang.

Phase Inhalt Sozialform Medien, Material

Einführung
(5 Min.)

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit nachhaltigem Fischfang auseinander. Die Einheit wird zum Großteil in Kleingruppen ausgeführt. Die Übung endet mit einer Diskussion in der Großgruppe. An der Übung können 8 - 30 Personen teilnehmen.

Lernziele
  • Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Fischfangmethoden und deren Einfluss auf die Meeresflora und -fauna kennen.
  • Die Schülerinnen und Schüler erkunden die Auswirkungen nicht-nachhaltiger Fischerei auf Umwelt und Menschen.
Vorbereitung
  • Kopieren Sie die Kopiervorlage „Fischfang“ einmal für jede Kleingruppe. Kopieren Sie die Kopiervorlage „Diskussionskarten Fischfang“ einmal und schneiden Sie diese so auseinander, dass jede Gruppe anschließend eine Diskussionskarte erhält.
Einstieg
  • Schritt 1 Lesen Sie den SuS den Absatz mit der Überschrift „Fisch“ der Hintergrundinformation zu Sushi vor.
  • LV
M1
Hintergrundinformationen "Sushi"

Hauptteil
(35 Min.)

Einstieg
  • Schritt 1 Bilden Sie 4 Kleingruppen. Geben Sie jeder Gruppe ein Set der Erklärungen zu den Fangmethoden.
    Anmerkung: Die ersten fünf dargestellten Fangtechniken gelten im englisch-sprachigen Raum als nachhaltig – in Österreich und Deutschland gelten allerdings die Ringwaden und Kiemnetze NICHT als nachhaltig. Generell ist Fischerei mit selektiven Methoden vorzuziehen, weil sie gezielter vorgeht und keinen Beifang erzeugt. (z.B. Handleine, Rute, Leine, oder Fangkörbe für Schalentiere).
  • Schritt 2 Nachdem sich die SuS die Erklärungen zum Fischfang innerhalb der Gruppe zunächst gegenseitig laut vorgelesen haben, sollen sie die unterschiedlichen Fangtechniken in nachhaltige und nicht-nachhaltige Fischfangtechniken einteilen.
  • Schritt 3 Bereiten Sie je ein Plakat für die nachhaltigen und für die nicht-nachhaltigen Fangmethoden für die Großgruppe vor und sammeln Sie im Plenum die Zuordnungen der Kleingruppen.
    • Sind sich die Gruppen einig?
    • Welche Auswirkungen haben die beschriebenen Methoden auf die Meeresfauna?
    • Welche Methoden werden am häufigsten verwendet?
    • Woran erkennt man ob eine Fischfangmethode nachhaltig ist?
    • Welche Vorteile bringt eine nachhaltige Fischfangmethode für die Menschen und die Umwelt?
  • Schritt 4 Arbeiten Sie im nächsten Schritt mit den Diskussionskarten: Jede Kleingruppe bekommt eine Karte, welche sie besprechen und dabei einerseits die Auswirkungen auf die Umwelt und das Meeresleben und andererseits die Folgen für die Menschen bedenken sollen. Bitten Sie die Kleingruppen, ihre Gedanken auf ein Plakat zu schreiben. (Ergebnisprotokoll)
  • A
  • GA
  • SP
M2
Handout Fischfang
M3
Kartenpuzzle Fischfang

Diskussion
(10 Min.)

  • Schritt 1 Hängen Sie alle Plakate gemeinsam mit den zugehörigen Diskussionskarten auf. Die Schülerinnen und Schüler bewegen sich durch den Raum und lesen die Plakate und Diskussionskarten.
  • Schritt 2 Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler dann, sich wieder in der Großgruppe zu versammeln und diskutieren Sie anhand der folgenden Aufträge:
    • Beschreibe, von welchen neuen Aspekten des Fischfangs du erfahren hast.
    • Benenne, was dich erschrocken oder überrascht hat.
    • Stelle die Erkenntnisse deinen Vorerfahrungen gegenüber. Was wusstest du bereits? Was hat sich verändert?
    • Erläutere ob es Dinge gibt, die du im Kontext dieser neuen Erfahrungen jetzt gerne ändern würdest.
  • D

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit globalen Herausforderungen im Kontext von Ernährung auseinander. Durch die Darstellung anhand einer Pizza wird eine direkte Nähe zum Alltag der Schülerinnen und Schüler hergestellt und das abstrakte Thema zugänglicher gemacht.

Phase Inhalt Sozialform Medien, Material

Einführung
(10 Min.)

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit globalen Herausforderungen im Kontext von Ernährung auseinander. Die Einheit wird zum Großteil in Kleingruppen ausgeführt. Die Übung endet mit einer Diskussion in der Großgruppe. An der Übung können 5 bis 30 Personen teilnehmen.

Lernziele
  • Die Schülerinnen und Schüler erkennen Zusammenhänge zwischen Lebensmittelkonsum und globalen Herausforderungen.
  • Die Schülerinnen und Schüler lernen mögliche Auswirkungen von Essgewohnheiten zu diskutieren.
  • Es wird ein Bewusstsein dafür geschaffen, wie stark Lebensmittelindustrie und Umwelt vernetzt sind.
Vorbereitung
  • Kopieren Sie die beiden Kopiervorlagen so, dass jede Kleingruppe jeweils beide Arbeitsblätter („Pizza, Teil 1“ und „Pizza, Teil 2“) zum Arbeiten zur Verfügung hat. Jede Kleingruppe braucht jedes Arbeitsblatt nur einmal.
  • Schritt 1 Fragen Sie die Schülerinnen und Schüler, welche Themen sie als „globale Herausforderung“ wahrnehmen. Was sind also Probleme, die alle (oder viele) Menschen global betreffen und die gemeinsam gelöst werden müssen?
  • Schritt 2 Schreiben Sie die Vorschläge und Meinungen an der Tafel mit (Ergebnisprotokoll).
Zusatzmaterial
  • Stifte

Hauptteil
(30 Min.)

  • Schritt 1 Arbeit mit Kopiervorlage 1 „Pizza, Teil 1“ in den Kleingruppen mit bis zu 5 Personen: Die Schülerinnen und Schüler lesen die Auflistung globaler Herausforderungen und wählen jene 8 Herausforderungen aus, die ihrer Meinung nach den stärksten Zusammenhang mit der Erzeugung von Pizza haben und schreiben diese in die 8 Pizza-Ecken. Innerhalb der Kleingruppen sollen auch Begründungen für ihre Wahl diskutiert werden. Stellen Sie sicher, dass alle Schülerinnen und Schüler die Begriffe und Konzepte in der Liste von Teil 1 verstehen und geben Sie wenn nötig zusätzliche Erklärungen.
  • Schritt 2 Ist jede Herausforderung gleich wichtig? In „Pizza, Teil 2“ der Aufgabe beraten und entscheiden die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig die 8 ausgewählten Herausforderungen aus ihrer Sicht sind. Sie teilen eine Pizza, gemäß den zuvor gewählten Herausforderungen, in 8 Stücke. Die Größe der Stücke kann hierbei variieren. Sie spiegelt die Wichtigkeit der einzelnen Herausforderungen wider. Umso größer ein Stück, für umso wichtiger sehen die Lernenden die Auseinandersetzung mit der entsprechenden Herausforderung an. Sie bereiten außerdem Argumente für ihre Einteilung vor: welche Begründungen stecken hinter ihrer Reihung?
  • Schritt 3 Im nächsten Schritt beraten und entscheiden die Gruppen, wie sehr sie als KonsumentInnen die 8 Herausforderungen auf ihrer Pizza beeinflussen können: Die Schülerinnen und Schüler schraffieren jeweils den entsprechenden Anteil in jedem Pizzastück farbig, der symbolisch die eigenen Einflussmöglichkeiten auf diese Herausforderung widerspiegelt.
  • Schritt 4 Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler, ihre Ergebnisse im Plenum zu präsentieren und den „Belag“ ihrer Pizzen zu erläutern. Besprechen Sie, welche Ähnlichkeiten und Unterschiede es zwischen den Kleingruppen gibt.
  • A
  • GA
  • SP
  • D
M4
Arbeitsblatt "Pizza, Teil 1"
M5
Arbeitsblatt "Pizza, Teil 2"

Diskussion
(10 Min.)

Besprechen Sie nun in der Großgruppe das Erfahrene anhand folgender Aufträge. Die Übung wird somit reflektiert und die neuen Erkenntnisse werden mit bereits vorhandenem Wissen und Erfahrungen verknüpft.

  • Gebt eure Meinung zu dieser Aktivität wieder. Benennt, was ist euch schwer gefallen ist.
  • Fasst zusammen, welche neuen Erkenntnisse ihr gewinnen konntet.
  • Diskutiert, welche Verantwortung und welchen Einfluss wir als KonsumentInnen haben?

  • D

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit fairem Handel, Bio-Produkten und regionaler Ernährung auseinander.

Phase Inhalt Sozialform Medien, Material

Einführung
(5 Min.)

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit fairem Handel, Bio-Produkten und regionaler Ernährung auseinander. Die Einheit wird zum Großteil in Kleingruppen ausgeführt. Es wird außerdem eine Internetrecherche durchgeführt. Die Übung endet mit einer Diskussion in der Großgruppe. An der Übung können maximal 30 Personen teilnehmen.

Lernziele
  • Es wird ein Bewusstsein für fair gehandelte Produkte, regionale Produkte und Bio-Produkte geschaffen.
  • Es wird ein Bewusstsein für die Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbauarten entwickelt.
Vorbereitung
  • Sammeln Sie vorab mindestens 5 verschiedene Lebensmittelpackungen der jeweiligen Produkte: Kakao, Vanille, Milch und Zucker.
  • Kurz vor Übungsstart: Verteilen Sie die Lebensmittelverpackungen auf 4 Tischen (für 4 Gruppen). Jeder Tisch steht für eines der 4 Produkte (Kakao, Vanille, Milch und Zucker).
Einstieg
  • Bilden Sie 4 Kleingruppen. Jede Kleingruppe bekommt eine bestimmte Produktgruppe zugeteilt (z.B. Gruppe A: Milch, Gruppe B: Zucker usw.). Jede Kleingruppe nimmt am entsprechenden Tisch Platz.
  • Erklären Sie den Schülerinnen und Schüler, dass sie nun gemeinsam die Zutaten des Trink-Kakaos genauer unter die Lupe nehmen und dass sich dafür jede Gruppe einer Zutat annehmen wird.

Hauptteil
(30 Min.)

  • Schritt 1

    Geben Sie den Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, die verschiedenen Produktverpackungen auf ihrem Tisch folgenden Kategorien zuzuweisen:

    • Fairer Handel,
    • herkömmliche Landwirtschaft,
    • Bio-Landwirtschaft,
    • Regionales Produkt.

    Dazu können Sie den Schülerinnen und Schüler bespielsweise Post-it's oder weiße Etiketten zur Verfügung stellen, die Sie direkt auf die Verpackung kleben können. Oder Sie stellen den Schülerinnen und Schüler vorab die Kärtchen der Kopiervorlage „Kategorien“ zur Verfügung und die Kleingruppen legen die passenden Kategorie-Bezeichnungen zu den jeweiligen Verpackungen. Es muss jedenfalls die Möglichkeit bestehen, ein Produkt mehreren Kategorien zuzuordnen.

  • Schritt 2

    Bitten Sie die Gruppen dann im Raum herumzugehen und sich die Produkte und Kategoriezuteilungen auf den anderen Tischen anzusehen.

    Wenn alle Schülerinnen und Schüler wieder auf ihren Plätzen sitzen, werfen Sie die Frage in den Raum, wie es gelungen ist die richtigen Kategorien zuzuordnen. Diskutieren Sie diese Frage kurz und schreiben Sie ggf. die Ergebnisse an der Tafel oder auf einem Flipchart mit.

  • Schritt 3 Die Schülerinnen und Schüler finden mehr über die einzelnen Zutaten von Trink-Kakao heraus, indem sie eine Internetrecherche durchführen. Ein Arbeitsblatt für die Recherche ist als Kopiervorlage (Kopiervorlage „Internetrecherche“) vorhanden.
  • GA
  • A
M6
Kartenpuzzle
M7
Arbeitsblatt Internetrecherche
Zusatzmaterial
  • Smartphones/Computer mit Internetzugang für die Schülerinnen und Schüler

Diskussion
(10 Min.)

Besprechen Sie nun in der Großgruppe das Erfahrene anhand folgender Aufträge. Die Übung wird somit reflektiert und die neuen Erkenntnisse werden mit bereits vorhandenem Wissen und Erfahrungen verknüpft.

  • Erörtert, welche Zusatzinformationen ihr im Zuge eurer Internetrecherche gefunden habt.
  • Sammelt neue Erkenntnisse, die ihr durch die Übung gewinnen konntet.
  • Benennt Möglichkeiten um herauszufinden, woher ein Lebensmittel kommt und wie es produziert bzw. gehandelt wurde.

  • D

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich abschließend mit Produkten aus ihrem eigenen Alltag, um zu erkennen, dass auch sie Weltbürgerinnen und Weltbürger sind. Dazu werden außerdem Handlungsmöglichkeiten zur Veränderung thematisiert.

Phase Inhalt Sozialform Medien, Material

Einführung
(45 Min.)

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich abschließend mit Produkten aus ihrem eigenen Alltag, um zu erkennen, dass auch sie Weltbürgerinnen und Weltbürger sind. Dazu werden außerdem Möglichkeiten zur Veränderung thematisiert. Die Einheit wird zum Großteil in Kleingruppen ausgeführt. Die Übung endet mit einer Diskussion in der Großgruppe. An der Übung können 6 bis 30 Personen teilnehmen.

Lernziele
  • Die Schülerinnen und Schüler werden bestärkt und inspiriert sich persönlich zu engagieren.
  • Die Schülerinnen und Schüler lernen mögliche Lösungen für ökologische und soziale Herausforderungen zu diskutieren.
  • Es wird eine Grundlage für ein weiteres Engagement der Schülerinnen und Schüler zum Thema Lebensmittel geschaffen.
Vorbereitung
  • ein Set laminierte Antwort-Karten zu je 11 Stück pro Kleingruppe
Einstieg
  • Schritt 1 Fragen Sie die Schülerinnen und Schüler: „Was kann ich tun, damit mein Essen ökologischer und fairer wird“? Schreiben Sie die Frage auch auf ein Plakat, eine PowerPoint-Folie, eine Tafel oder auf ein Whiteboard. Geben Sie den Schülerinnen und Schüler 20 Sekunden Zeit für sich selbst über diese Frage nachzudenken. Sie können ihnen auch vorschlagen, ihre Augen dabei zu schließen. Geben Sie den Schülerinnen und Schüler 60 Sekunden Zeit, um sich mit einem Partner oder einer Partnerin auszutauschen.
  • Schritt 2 Bilden Sie 3-5 Kleingruppen zu je 2-5 Personen. Erklären Sie den Schülerinnen und Schüler, dass jede Kleingruppe ein Kartenset mit 11 Karten bekommt. Erklären Sie, dass auf 9 Karten vorbereitete Antworten stehen und dass es pro Kartenset zwei Karten für die Skalierung (größter Einfluss, geringster Einfluss) und eine zwölfte leere Karte für eigene, zusätzliche Ideen der SuS gibt. Lesen Sie die 9 Antwortkarten vor und geben Sie den Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, sich in den Kleingruppen auf eine Reihenfolge der Karten zu einigen. Die Reihenfolge der Karten soll widerspiegeln, wie hoch die positive Auswirkung der Handlung auf der Karte, aus der Sicht der Schülerinnen und Schüler ist: ganz links (oder ganz oben) die Karte mit der größten Auswirkung, ganz rechts (oder ganz unten) die Karte mit der geringsten Auswirkung. Die restlichen Karten werden, dem Prinzip folgend, nach dem Maß ihrer Auswirkungen dazwischen gereiht. Geben Sie jeder Gruppe ein Set Karten und erinnern Sie die Gruppen daran, dass sie auf die zwölfte, leere Karte eigene Ideen schreiben können. Geben Sie den Gruppen 15 Minuten Zeit, um die Karten zu reihen und stellen Sie währenddessen sicher, dass die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe verstanden haben.
  • Schritt 3 Bitten Sie die Gruppen jeweils, ihre Reihenfolge, sowie ihre eigenen Ideen zu präsentieren.
  • A
  • GA
  • SP
  • D
M8
Kartenpuzzle Antwortkarten

Diskussion
(10 Min.)

Eine Reflexion der Aktivität oder eine Diskussion der vorgestellten Reihenfolgen und der neuen Ideen wird nun angeschlossen. Wie viel Zeit Sie dafür nutzen möchten, hängt von Ihrem Ermessen und Ihren Zielen ab.

Mögliche Aufträge zur Reflexion der Übung:

  • Protokolliert in den Kleingruppen euren Entscheidungsprozess und markiert besonders einstimmige bzw. besonders langwierige Entscheidungen.
  • Sammelt gemeinsam neue Erkenntnisse, die ihr durch die Übung gewinnen konntet.
  • Erarbeitet ein Feedback zur Übung.